Veröffentlicht in Aus den Nachrichten

#PrayforNice: Es gibt keinen Schutz vor kranke Mörder

prayformankind#Prayfornice. Das ist der aktuelle Hashtag, unter dem die Menschen im Internet wieder einmal auf eine schreckliche Tat hinweisen und ihr Beileid bekunden. Paris, Brüssel, Istanbul, Orlando, …
Selbst der größte, virtuelle Katastrophen-Tourist dürfte mittlerweile den Überblick über die vielen „Pray for…“ Hashtags verloren haben.

Fast 100 Menschen wurden in der letzten Nacht in Nizza, Frankreich getötet. Man geht von einem „terroristischen Hintergrund“ aus. Aber ob sich ein perverser Mörder nun hinter einem Gott, einer schweren Kindheit oder irgendeinen anderen, fadenscheinigen Grund versteckt: solche Taten sind einfach nur ekelhaft und abstoßend.
Anders kann man es nicht nennen, wenn ein Individuum mit einem tonnenschweren Gefährt  zwei Kilometer lang gezielt über Menschen, darunter auch zahlreiche Kinder, fährt und sie unter sich zu Tode quetscht.
Dabei soll man mir nichts über einen Gott erzählen. Das ist einfach nur der perverse Wunsch in irgendeiner Form wahrgenommen zu werden, Macht zu haben und selbst gottesähnlich über Leben und Tod zu entscheiden.

Nach den Anschlägen in Paris und Brüssel war man sich sicher, dass es nicht so leicht sein darf, an schwere Waffen und Sprengstoff zu kommen.
Nach den Morden von Orlando würden viele Menschen (außerhalb der USA, denn die sind da ja eh speziell….) schärfere Waffengesetze begrüßen.
Und nach Nizza wissen wir, man muss kein Flugzeug entführen und es in ein Hochhaus steuern. Man muss noch nicht einmal Waffen und Sprengstoff besorgen, um dann irgendwo wild um sich zu schießen. Es reicht angemieteter LKW, Entschlossenheit und ein elendig krankes Hirn, um einen Massenmord zu begehen.

Wer wild dazu entschlossen ist, wird sein Ziel erreichen, andere Menschen töten zu können. Davor wird es nie einen sicheren Schutz geben. Wir können uns nur immer wieder einreden, dass man statistisch gesehen eher vor einem Bus läuft. Davon wird aber unsere unterbewusste Angst nicht weggehen, wenn wir uns auf größere Veranstaltungen oder dergleichen befinden. Aber das ist auch gut so. Angst schützt uns, indem sie uns wachsamer durchs Leben gehen lässt. Und wer wachsam ist, kann vielleicht in der entscheidenden Sekunde früher reagieren und das einzig sinnvolle Mittel in einer solchen Situation anwenden: die Flucht!

Im übrigen halte ich wenig davon, „nur“ für die betroffenen Städte oder Regionen zu beten. Vielmehr sollten wir für die Menschheit beten, bevor sie sich endgültig selbst abgeschafft hat.
In diesem Sinne,
#PrayForMankind

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