Veröffentlicht in Aus den Nachrichten

Nach Reichstagsbrand & Türkei-Putsch: Welches Land darf es sein, Herr Präsident?

türkei erdogan marschiert in syrien einIn der Nacht vom 27. auf dem 28. Februar 1933 wurde das Reichstagsgebäude in Berlin in Brand gesteckt. Obwohl es nicht richtig geklärt wurde, wer für das Feuer verantwortlich war, gab es ab den darauffolgenden Tag zahlreiche Verhaftungen. Man ebnete mit diesem Feuer den späteren Weg des Nazi-Reiches in Deutschland, da es alle weiteren, notwendigen Schritte, legitimierte.

In der Nacht vom 15. auf dem 16. Juli 2016 versuchten sich Teile des türkischen Militärs an einen Putsch in der Türkei.
Sie blockierten mit einigen Panzern die Brücken, bezogen Stellung am Flughafen, kreisten mit Hubschraubern am Himmel und übernahmen sogar einige TV-Sender.
Präsident Erdogan, der zu diesem Zeitpunkt bereits in Sicherheit war, rief über eine TV-Liveschaltung und einem Videoanruf die Zivilbevölkerung dazu auf, die Putschisten zurück zu drängen.
Ja, die Zivilbevölkerung. Nicht etwa die gut bewaffenete Polizei, die ihm noch immer treu zur Seite stand oder die Teile des Militärs, die gar nichts mit dem Putsch zu tun hatten, sondern der einfache Bürger sollte eingreifen.
Und der tat es auch. Sie kletterten auf Panzer, schlugen mit Stöcken und Gürteln auf die stählernen Vernichtungsmaschinen ein. Nur 3 Stunden später befanden sich die Soldaten bereits auf dem Rückzug, ergaben sich und der Putsch war gescheitert.
Beeindruckend, dass die jungen Soldaten auf der Straße, die vom Mob zusammengetrieben wurden, in ihrer Todesangst kein Massaker veranstalteten. Auch die Panzer, die einfach durch die Menge hätten fahren können, zogen sich aufgrund der verstörenden Wirkung von trommelnden Fäusten auf schusssichere Stahlumantelung einfach zurück.

Am Tag danach wurde der größte Erzfeind von Erdogan als Schuldiger benannt, obwohl zahlreiche Experten sich ziemlich sicher sind, dass er es gar nicht gewesen sein kann.
Mittlerweile wurde wohl über 6000 Menschen verhaftet, Gesetze werden geändert und auch die Todesstrafe für Putschisten ist kein Tabu mehr.

Man muss kein Aluhut-Träger sein, um hier mal ganz vorsichtig den Finger zu heben und zu fragen: „Merkste selbst, oder?“.

Die Frage, die sich mir nun stellt:
Wenn Erdogan innerhalb der Türkei alle Angelegenheiten geregelt hat, in welchem Nachbarland wird er als erstes einfallen?

Obwohl die Pleite-Griechen sich noch nicht einmal die Spritkosten für eine militärische Auseinandersetzung leisten könnten, wäre ernsthaft betrachtet wohl Syrien die naheliegende Antwort.
Unter den fadenscheinigen Grund, er wolle dort den IS besiegen (…und nicht mehr unter der Hand finanzieren…) und für innere Stabilität sorgen, wäre der militärische Einsatz vielleicht sogar von der EU, der USA und Russland gern gesehen.
Wenn der Anfang erst einmal gemacht ist,….ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Weltherrschaft. Das wissen wir spätestens seit „Pinky und Brain“….

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Ein Kommentar zu „Nach Reichstagsbrand & Türkei-Putsch: Welches Land darf es sein, Herr Präsident?

  1. Der Putsch war doch super erfolgreich – E. hat sein Ziel erreicht und gibt den großen Demokraten. wir müssen unser Bestes geben und ihn bekämpfen – wo wir konnen, im Rahmen der Legalität. Wir dürfen nicht aufgeben. Alles erinnnert an 1933. Die Türkei wird ein megagefährlicher faschistischer Rassenstaat vor den Toren Europas. Die Politik muss aufwachen, wir haben ein Riesenproblem. Der Putsch diente dazu, sagen wir, missliebige Personen fertig zu machen. Ist ja auch gelungen.

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