Veröffentlicht in Aus den Nachrichten

#Würzburg: Von rechts und links nur Dummheit, in der Mitte steht der lachende Terror

In einem Zug in Würzburg hat ein 17jähriger Afghane, ein alleinreisender Flüchtling, mehrere Menschen mit einer Axt und einem Messer angegriffen. Nach dem jetzigen Stand wurden drei Menschen dabei schwer verletzt, einer leicht verletzt und zahlreiche andere haben einen Schock erlitten.
Nach ersten Zeugenaussagen soll der Täter „Allahu Akbar“ geschrien haben. Er wurde auf der Flucht gestellt und erschossen, nachdem er die Polizei ebenfalls angreifen wollte.

Soweit die nüchternen Details. Den Verletzten kann man nur gute Besserung wünschen und der Polizei für ihren Einsatz danken, die mit der erfolgreichen Verfolgung wahrscheinlich weitere Taten verhinderte.

Was sich in den (a)sozialen Netzwerken danach entwickelte, kann man wieder einmal nur schwer in Worte fassen. Bei dieser geistigen Grütze kann man eigentlich nur den Glauben an die Menschheit verlieren.
Das linke Lager, bestehend auf diese Kategorie Mensch, die man mittlerweile „Bahnhofsklatscher“ [weil Flüchtlinge mit Beifall am Gleis begrüßt] nennt, hatte ganz besondere Sorgen:
1. Na toll, jetzt haben die ganzen Rechten ja wieder Futter für ihre Hetze.
2. Deutsche machen natürlich nie Ärger im Zug!
Aus diesem Lager haben wir dann natürlich auch noch grün verstrahlten Menschen und Politiker [ja, die sind bewusst so getrennt worden], die tatsächlich und ernsthaft fragen, ob der finale Schuss der Polizei denn wirklich hätte tödlich sein müssen.
Ich war nicht dabei. Aber ich gehe mal ganz stark davon aus, dass der betroffene Beamte keine andere Wahl hatte. Und wenn, dann wird das sicher eine der 100 internen Untersuchungen, die unser bürokratisches und überkorrektes Land für diesen Fall vorsieht, diese Situation aufklären. Da muss man, ganz besonders als „Spitzenpolitikerin“, keinen Beamten vorab unter Generalverdacht stellen.
Wie ich schon auf Twitter schrieb, wird irgendwann einmal halb Berlin in die Luft gesprengt und die Deutschen suchen verzweifelt nach einem vergleichbaren Fall, wo ein Deutscher das auch schon mal gemacht hat. Nur um der Welt mitzuteilen: „Äh ne, guck mal, ganz klar ein Einzelfall!! Und machen wir Deutschen ja auch so….“

Keine Sorge, das rechte Lager ist nicht besser. Da wird schon mal gern die Todesstrafe für Merkel gefordert. Und natürlich wird darauf hingewiesen, dass nur die AfD uns aus diesem Schlamassel befreien könnte. Klar, ausgerechnet die AfD. Das ist ein zusammengewürfelter Haufen Menschen, die sich temporär unter ein aktuelles (Sorgen-)Thema vereinen können, aber bereits nach ersten kleinen Erfolgen den Zusammenhalt verlieren und irgendwann komplett in die Bedeutungslosigkeit verschwinden. Genauso erging es der „Modeerscheinung Die Piraten“, die einst von der, nennen wir es „allgemeinen Angst vor dem Internet“, profitierte.

Es ist traurig, dass niemand zugegeben kann, dass es eine verdammt dämliche Idee war, über Monate Menschen wahllos und ohne jegliche Prüfung in das Land strömen zu lassen. Und das es nicht gerechtfertigt war, uns [ja, da zähle ich mich zu], die das bedenklich fanden, direkt mal den Nazi-Stempel auf die Stirn zu drücken.
Wahrscheinlich wäre der Amoklauf von Würzburg durch eine vernünftige Registrierung nicht zu verhindern gewesen. Vielleicht, das weiß man nicht, wären die Vorfälle von Köln in der Silvesternacht nicht so ausgeartet. Aber ganz bestimmt hätten wir nicht das Gefühl auf einer tickenden Zeitbombe zu sitzen, weil wir überhaupt nicht wissen können, ob der IS die Situation ausgenutzt und tausende von Anhänger anonym nach Europa gebracht hat.
Ich wünsche den Menschen, die Hilfe dringend benötigen und das auch zu schätzen und würdigen wissen, ihre Sicherheit. Die haben sie aber nicht, wenn sie im gleichen Flüchtlingsboot anreisen, wie der Psychopath, der sie in ihrer Heimat am liebsten vergewaltigt, gefoltert und getötet hätte.

In der Mitte der rechten und linken Grütze steht der Terror(ist) und lacht uns aus. Während er hier gut leben und irgendwann töten kann, streiten wir uns nämlich noch darum, ob man ihn rauswerfen oder lieber knuddeln sollte.

Mut machen mir nur vereinzelte Tweets. Beispielsweise von diesem jungen Frau aus Frankreich:
Sie hat nicht nur ihre Trauer und Mitgefühl gezeigt, was ich von unseren Nachbarn so gar nicht erwartet hätte […weil man ja das Gefühl hat, Deutschland interessiere sowieso niemanden], sondern sich mit der Gestaltung der Nachricht auch noch besondere Mühe gegeben, wie ich finde. Eigentlich hätte man solche Tweets von Deutschen erwartet. Aber die waren ja zu sehr mit AfD-Werbung und dämlichen Ausreden beschäftigt…

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