Veröffentlicht in Aus den Nachrichten

Petra Hinz: …und kein Studierter merkt etwas

Elf Jahre lang war Petra Hinz für die SPD im Bundestag. Seit 30 Jahren war sie in der Politik tätig. Offiziell hatte sie ein Abitur und war eine studierte Juristin. Dabei fälschte sie nur ihren Lebenslauf. Kurios ist daran aber eigentlich etwas anderes….

Ja, man kann jetzt mit dem Finger auf Petra Hinz zeigen. Und natürlich ist es auch richtig, dass sie alle Konsequenzen zog. Aber da gibt es auch noch eine ganz andere Seite….

Da hat eine Frau über Jahrzehnte in der Politik gearbeitet und ihre Kolleginnen und Kollegen, die ja nun einmal zum größten Teil ihr Studium tatsächlich in der Tasche haben dürften, haben nichts gemerkt. Gar nichts. Null Komma Null.
Was sagt das bitte über diese Menschen aus?
Und nein, ich möchte nicht darauf hinaus, dass die sich mit Petra Hinz nicht so intensiv beschäftigt haben. Sie haben nur nicht gepeilt. Die Annahme, dass jemand Jura studierte, reichte völlig aus, um sie als solches anzusehen.

Wie ist es eigentlich um das Wissen dieser Studierten bestellt, wenn ihnen das bei der politischen Arbeit nicht auffällt? Sagt das nicht auch eine Menge über den Leistungsanspruch in der Politik aus?

Ein Psychologe sagte dazu in einen Bericht über diesen Fall, dass in Deutschland die Abschlüsse mehr zählen, als das eigentliche Können eines Menschen. Unsere Politik hat das hiermit perfekt unter Beweis gestellt.

Für Frau Hinze eine peinliche Geschichte. Die studierten Kolleginnen und Kollegen dürften an dieser Stelle aber auch mal gern ihre eigene Rolle hinterfragen….

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