Veröffentlicht in Aus den Nachrichten

11jährige missbraucht und geschwängert: Die wollte das doch so!

11jährige missbraucht geschwängert victim blaming

In den sozialen Medien tun sich täglich Abgründe auf. Das weiße facebook-Logo auf blauen Untergrund scheint bei vielen Menschen einen Schalter im Unterbewusstsein umzulegen. Sie mutieren zu Schwachköpfen, zu Geisteskranken, zum Bodensatz der Gesellschaft.
Manche Kommentare sind so schlimm, da fällt es selbst mir schwer, noch Worte zu finden.

Ein 31jähriger hat eine 11jährige geschwängert. Sie wäre bei ihm zu Besuch gewesen, man hätte rumgealbert und irgendwann sei es einfach geschehen. Das Kondom sei geplatzt, sie wurde schwanger und bekam das Kind dann mit 12 Jahren. Vor Gericht beklagte er, dass er das Baby nicht oder zu selten sehen darf. Er bekam zwei Jahre Haft. Und wieder frage ich mich, ob die Welt von Pädophilen regiert wird? Warum sonst sind die Strafen für diese Kreaturen so gering?

Aber speziell in diesem Fall gibt es sogar noch verteidigende Kommentare aus der Gesellschaft. Von eben diesem Bodensatz. Eine Frau erklärt, dass die 11jährige es doch wohl genau so gewollt haben könnte. Dieser Kommentar ist nicht nur ekelerregend, sondern auch mehrfach falsch.
Es ist unwahrscheinlich, dass eine 11jährige sich auf 18 schminken könnte. Der körperliche Entwicklungsstand zwischen 11 und 18 ist einfach zu groß.
Zudem handelte es sich um eine bekannte Person des Täters, er führte mit ihrer Cousine eine Partnerschaft.
Und zuletzt ist es natürlich völlig unerheblich, ob die 11jährige es aus irgendwelchen Gründen „gewollt“, „provoziert“ oder sonst etwas hat. Es hat schon einen guten Grund, warum Kinder in diesem Alter weit davon entfernt sind, geschäftsfähig zu sein, sie sind nicht einmal für Straftaten haftbar. Es ist der Erwachsene, der die Verantwortung trägt, zum Wohle des Kindes zu handeln. Genau deswegen ist es unstrittig ein Missbrauch.

Ich frage mich ernsthaft, wie kaputt eine Frau sein muss, eine solche Tat noch versuchsweise zu entschuldigen. Aber Fakt ist, dass irgendwas im Leben falsch gelaufen sein muss.
Und jetzt stelle man sich bitte vor, diese Frau hat eine Tochter im gleichen Alter. Sie wird missbraucht, kommt heim, nimmt allen Mut zusammen und vertraut sich ihr an. Nur um dann von der eigenen Mutter zu hören: „Du Luder hast es doch so gewollt!“!?

Und bei solchen Mitmenschen soll man nicht den Glauben in die Gesellschaft verlieren?

Bild: facebook.de Screenshots

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