Veröffentlicht in Alltägliches

Bedingungsloses Grundeinkommen. Und dann?

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Zu dieser Idee gibt es viele Expertenmeinungen. Meinungen, Prognosen, Analysen… Eigentlich wurde es aus allen Richtungen beleuchtet, aber viel darüber gelesen habe ich nicht. Und das aus einen einfachen Grund: die einfachste Frage scheint mir niemand zu beantworten.

Was passiert denn, wenn jeder Mensch, oder auch nur jeder Deutsche, beispielsweise 1000 Euro mehr zur Verfügung hat?
Die Kaufkraft steigt. Die Nachfrage steigt. Und das Gesetz von Angebot und Nachfrage beherrscht jeder Kaufmann.
Die Händler reiben sich einige Zeit die Hände und erfreuen sich an den Einnahmen. An den Herstellern geht die erhöhte Nachfrage nicht vorbei. Irgendwann erhöhen sie die Preise, denn die Artikel sind stärker gefragt. Und diese Preiserhöhung gibt der Händler an seine Kunden weiter, die Kaufkraft ist ja gestiegen, warum sollte er dann auch plötzlich seine Gewinnkalkulation runterschrauben?

Im Prinzip sehen wir das ja schon täglich in unserem Alltag. Es gibt Regionen, oder Städte und Bundesländer, in denen der durchschnittliche Verdienst höher ist, als an anderen Orten. Was passiert dort? Als erstes steigen die Mieten. Denn wo viel Geld verdient werden kann, möchten auch viele Menschen wohnen. Und diese Menschen sind auch bereit, sich in diese Spirale von Angebot und Nachfrage zu begeben.
Der Gastronom weiß von der vorhandenen Kaufkraft und erhöht die Preise. Der Staat weiß es und erhöht Gebühren. Und so setzt es sich fort…

Das Problem haben dann nicht diejenigen, die jetzt schon genug Einkommen haben, um ihr Leben zu finanzieren. Diese Menschen werden auch weiterhin täglich ihre Mahlzeiten haben, sie werden ihre Miete bezahlen oder ein Eigenheim bauen können. Der Urlaub, das Fitness-Center, alles soweit kein Problem – vermutlich.
So richtig auf dem Schlauch stehen die Menschen, vor denen man sich bei der Idee des Grundeinkommens am meisten fürchtet. Diejenigen, die dann eben nur das Grundeinkommen haben und plötzlich die gestiegenen Preise mittragen müssen. Ob sie nun aufgrund ihrer befürchteten „Faulheit“ nicht mehr Geld zur Verfügung haben, oder ob sie aufgrund von Krankheit, Schicksalsschlägen oder was auch immer in diese Situation gebracht werden: der Taschenrechner kennt keine Ausnahmen und wird am Ende die bittere Bilanz ziehen.

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