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#DankeDienstag am Tag der deutschen Einheit

dankedienstag_thumb.jpgEin Blick auf den Kalender am Smartphone und man erkennt, es ist ja schon wieder Dienstag. Und es ist nicht irgendein Dienstag. Es ist der 3. Oktober 2017.
27 Jahre vereinigtes Deutschland.
Ganz klar, dass der heutige #DankeDienstag all den Menschen gewidmet wird, die damals auf die Straße gingen, Leib und Leben riskierten, um ein echtes Wunder in der Geschichte zu verwirklichen.
Danke! Ihr habt Großartiges geleistet!

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Wie machste das denn nu?

Ich habe einen Blog, auf dem veröffentliche ich täglich um 9:35 Uhr einen Artikel. Außerdem gibt es noch einige Social Media Kanäle, auf denen ebenfalls Beiträge von mir erscheinen. Oder eine Fußball-Kolumne, die ich unregelmäßig schreibe.
Und immer wieder kommt mal die Frage auf, wie ich das denn machen würde? Der Klassiker war mal: „…Du sitzt jeden morgen da, schreibst und drückst genau gegen halb 10 auf den Knopf, damit das online ist, hätte ich ja was besseres zu tun…“.

Öhm, …nein. So läuft das natürlich nicht ab. Die Artikel, die pünktlich um 9:35 Uhr erscheinen, werden Stunden, Tage oder sogar Wochen im voraus geschrieben. Anstatt sie sofort zu veröffentlichen, werden sie eine „Warteschleife“ gepackt und punktgenau dann um diese Uhrzeit veröffentlicht. Das funktioniert natürlich vollkommen automatisch.
Genauso werden die Links auf Twitter und Facebook automatisch generiert und es ist nicht notwendig, dass ich um diese Uhrzeit überhaupt nur in der Nähe eines internetfähigen Gerätes bin.

So verhält es sich mit fast all meinen Online-Beiträgen.
Während die Goldgräber unter den Bloggern wahrscheinlich nach genauen Statistiken gehen, zu welchen Uhrzeiten und an welchen Tagen sie am besten ihre Artikel veröffentlichen, läuft das bei mir allerdings ein wenig anders.
Auf 9:35 spielt dabei natürlich das Konzept „um 9:35 Uhr, von Mo.-Fr.“ eine Rolle. Alle anderen Artikel und gelegentliche Twitter-Meldungen etc.  verteile ich einfach nur so, dass ich mich an einem Tag mit Schreiblaune so richtig auslassen kann und trotzdem nicht alles auf einmal raus kommt.

Ich habe mir übrigens sogar schon überlegt, ob ich mal testweise einen „Gruß aus der Vergangenheit“ blogge. Also heute einen Artikel schreibe, der erst in 10, 15 oder sogar 30 Jahren veröffentlicht wird.
Da gibt es natürlich ein paar Dinge zu bedenken:
1. habe ich dann die Seite überhaupt noch online, oder lösche ich die bis dahin sogar selbst?
2. gibt es WordPress dann überhaupt noch?
3. Noch schlimmer: gibt es die Welt dann überhaupt noch?
4. Oder, …gibt es mich dann überhaupt noch?

Lasst Euch überraschen (…oder auch nicht), ob da mal so ein Artikel kommt.

Wenn ich schon davon spreche, kann ich auch direkt mal Werbung unter dieser Notiz schmieren:

91ste.wordpress.com

9uhr35.wordpress.com

Ruhig mal draufklicken, tut nicht weh und schadet niemanden.

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Politik & Gesellschaft verursachen Depressionen

Wenn man die Nachrichten aus Politik & Gesellschaft in den letzten beiden Jahren zu intensiv verfolgt, läuft man wirklich Gefahr, Depressionen zu bekommen. Anfangs denkt man noch, man wäre im falschen Film und versucht es mit Kopfschütteln zu korrigieren, aber irgendwann erreicht man den Punkt, wo all das nicht mehr hilft.

Als das in Deutschland mit der aktuellen Flüchtlingskrise begann, war es gesellschaftlich strikt verboten, auf Risiken hinzuweisen. Ein „Das ist doch aber gefährlich, wenn man einfach unkontrolliert alle in das Land lässt?“ war genauso weit rechts anzusiedeln, als hätte man gerade mit der Hand zum Himmel den Gashahn persönlich aufgedreht.

Mittlerweile wissen wir, dass es gefährlich war. Radikalisierte Psychopathen, Schwulen- und Frauenhasser, Verbrecher, Sozialbetrüger, der komplette Abschaum und zwischendrin auch welche, die ursprünglich wohl auch vor genau diesen Menschen fliehen wollten.
Pech gehabt. Umsonst über das Meer und viele Länder geflüchtet: wenn der „echte Flüchtling“ in Deutschland angekommen ist, ist der ursprüngliche Grund schon längst da und begrüßt Dich.
Aber irgendwas eingestehen? Wo kommen wir denn da hin.

In den USA ist Donald Trump an der Macht. Niemand kann mir erzählen, dass der einen genauen Plan verfolgt. Außer vielleicht, sich irgendwie selbst zu verwirklichen und sich nebenbei die Taschen ein wenig voller zu stopfen.
Irgendwann will der noch die Indianer zurück nach Indien schicken. Und bezahlen sollen es die Betreiber von China-Restaurants, denn die haben dann ja weniger Konkurrenz in der Gastronomie. Und wenn sie sich nicht dran halten, dann gibt es eben zusätzliche Steuern auf Glückskekse.

Putins Russland macht das Leben für Frauen- und Kinderschläger einfacher, lockert die Gesetze und lässt die Psychos mit noch weniger Angst vor Konsequenzen auf Familienmitglieder einprügeln. Der moralische K.O.-Schlag folgt in Form von Zitaten darüber, dass Frauen doch gefälligst mit Stolz die Verletzungen tragen sollen.

In der Türkei schafft gerade jemand die Demokratie ab. Und dabei erinnert er stark an eine dunkle Zeit aus Deutschland. Wir können aber nichts dagegen tun, denn dann lässt er noch mehr Flüchtlinge auf uns los. Die Folge wäre, dass wir dann vielleicht doch die Grenzen schließen müssten. Und noch schlimmer: unsere Bundeskanzlerin müsste öffentlich eingestehen, dass sie Fehler gemacht hätte.
Wir befinden uns in einem Wahljahr. Das wird nicht passieren. Da interessieren die Opfer dieser türkischen Politik überhaupt nicht. Und um alles ein wenig zu besänftigen, wird einfach noch mehr Geld in die Türkei gepumpt.

Und innerhalb unseres Landes? Da werden sämtliche Vergewaltigungen und Verbrechen als „Einzelfälle“ abgetan, verschwiegen, klein geredet. In Offenbach wird eine Frau von einem „Migranten“ auf offener Straße erschossen und man verzichtet beim Fahndungsaufruf einfach mal darauf zu erwähnen, dass man nach einem „südländischen Typen“ sucht: die Verschleierung ist wichtiger, als der Fahndungserfolg. Glücklicherweise hat man den Täter dann doch noch irgendwie gefasst.
Gegen die AfD, die beileibe viel Angriffspotential bietet, demonstriert man gern. Die Partei, die offenbar legal sein muss, sonst hätte man längst ein Verbot eingeleitet um unliebsame Konkurrenz loszuwerden, darf möglichst nirgendwo zusammenkommen. Von Demonstrationen bis hin zu Morddrohungen und Boykottaufrufen an Betreiber von Räumlichkeiten ist alles möglich.
Gleichzeitig schickt Erdogan aber einen Vertreter nach Deutschland, lässt dort 10.000 Anhänger eine Propaganda-Veranstaltung zur Abschaffung der Demokratie abhalten und der Widerstand reicht höchstens für ein paar zynische Kommentare auf Twitter.
Da sind wir aber froh, dass unsere Musiker und Künstler gegen die AfD protestieren. Das ist ungefähr so, als würde man den Boden aufwischen, das geplatzte Rohr in der Wand aber ignorieren.

Der Bundespräsident von Deutschland ist ja gefühlt ein klein wenig mit einem Vorgesetzten für die Bundeskanzlerin und ihren Anhang zu verstehen. In Deutschland dürfen die sich ihren Vorgesetzten quasi selbst aussuchen. Wenn man das auf andere Bereiche des Lebens anwendet, dürfen Inhaftierte ihren eigenen Wärter mitbringen. Oder der Autofahrer mit dem kaputten Rücklicht sagt bei einer Verkehrskontrolle: „Lass mal, das kontrolliert schnell meine Tochter.“
Als Steinmeier in einem Interview im öffentlich-rechtlichen Fernsehen darauf 2x angesprochen wird, gibt er einen minutenlange Antwort, ohne auch nur mit einem einzigen Satz auf diese Frage einzugehen. Kein Einzelfall. Es zeigt nur, wie Politiker denken.

Volksvertreter heißt es so schön. Genau genommen können wir Einbrecher dann auch als Entwicklungshelfer für Sicherheitssysteme bezeichnen.

Das alles kann man nicht mehr nur mit Kopfschütteln aus dem Gedächtnis bekommen.
Mit einer Gesellschaft, die ihr Engagement lieber auf Facebook-Postings über die Trennung der Lombardis und Nazi-Vorwürfen bei einem braunen Hemd des Nachrichtensprechers verschwendet, gewinnt man bei solchen Themen auf jeden Fall keinen Boden.
Im Prinzip hat man nur eine Wahl: entweder aufgeben und nicht mehr darüber nachdenken, oder Pillen schlucken, damit es einem egal wird.
Wohl dem, der sich irgendwo ein Leben in eine abgelegene Hütte fernab der Zivilisation leisten kann.